Sonntag, 20. Januar 2013

Sherlock Fieber

Als ich in der 12ten Klasse war, wohnte ich in einem Wohnheim in München. Nicht weit weg gab es eine große Bibliothek, in die ich öfter ging, um mir Bücher auszuleihen oder einfach die Atmosphäre zu genießen. Damals hatten es mir die Sherlock Holmes Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle besonders angetan und natürlich gab es sie in dieser ominösen Bibliothek. Ich hab die Bücher förmlich verschlungen (wenn auch in verkehrter Reihenfolge) und bin ein großer Fan geworden.
Die Sherlock Holmes-Filme mit Robert Downey Jr. und Jude Law waren demzufolge eine große Sache für mich. Sie waren nicht ganz das, was ich mir unter Sherlock Holmes vorgestellt hatte, aber die attraktive Besetzung (ich mein Robert Downey Jr. - geht's noch heißer? :D) und ein ziemlich guter Soundtrack haben meine Enttäuschung in Grenzen gehalten.

Umso größer war die Freude Ekstase - als ich mir die erste Folge von "Sherlock" (BBC) angeschaut habe.
OMG!! 
Obwohl die Serie nicht im viktorianischen England spielt, sondern in der Jetzt-Zeit, sind die Charaktäre und die Fälle unglaublich nah an den Büchern dran.
Jede Folge behandelt eine Kurzgeschichte aus der Sherlock Holmes Reihe und transportiert das zentrale Element der Geschichte in unsere Zeit. Die Titel der meisten Folgen sind damit auch oft eine Anspielung auf die Originale, wie "A Study in Pink" von "A Study in Scarlet" abgeleitet ist, was natürlich besonders nice für Fans der Sherlock Holmes-Büchern ist. Die Besetzung ist großartig und die Charaktäre werden einfach genial dargestellt. Sherlock wird dabei von Benedikt "Cheekbones" Cumberbatch und Watson von Martin "the Hobbit" Freeman gespielt. Noch dazu sind die Folgen unglaublich schön anzuschauen, weil die Macher sich die Zeit und das Geld besorgt haben, um jede Folge 90 Minuten lang zu machen und sie es dadurch geschafft haben eine, für eine Serie, unglaubliche Qualität zu erreichen. Nun zu dem einzigen negativen Punkt der Sache: Es gibt bisher nur 6 Folgen - Also viiiiel zu wenig.

Deswegen hab ich, obwohl ich die Serie nun schon eine ganze Weile kenne und in den Kosmos hinauflobe, erst vor Kurzem alle Folgen fertig geschaut, weil ich es schön portionieren wollte. Das hat natürlich nichts daran geändert, dass ich mich jetzt trotzdem Entzugserscheinungen ausgesetzt fühle. Deswegen schau ich die Folgen immer wieder an, oder zeichne meine Lieblingscharaktere, wenn ich besonders stark prokrastinieren will. Das ist also der eigentliche Grund für meinen Blogeintrag. Ich habe was gezeichnet, was Arme und Beine hat!

Professor James Moriarty, oder in der Serie liebevoll "Jim" genannt, ist der beliebteste Widersacher von Sherlock Holmes. Obwohl er in den Büchern nur vielleicht in drei oder vier Geschichten erwähnt wird, wird er oft als Erzfeind von Holmes bezeichnet, weil er einfach auch der coolste ist. Ich hab mal irgendwo gehört, dass Moriarty von Doyle nur deswegen eingeführt wurde, um ... aber ich schätze das zählt jetzt zu den Spoilern, nachdem es ja bestimmt noch Leute unter euch gibt, die die Serie noch nicht gesehen haben.
Ich mag kriminelle Superhirne. Sie sind lustig und es macht Spaß zuzusehen, wie die Helden versuchen gegen das übermächtige Böse zu gewinnen. ANYWAYS, Moriarty wird in der BBC Serie von Andrew Scott gespielt, der seinen Job ganz hervorragend/großartig/genial macht.

Ich merke gerade , dass mir die positiven Adjektive ausgehen, die eh schon deutlich an Bedeutung verloren haben und beschließe meinen Blogeintrag deswegen mit ausgewählten, wohlüberlegten Worten an alle, die Sherlock noch nicht gesehen haben:

DO IT, BITCH!

Und nun ein Trailer:


Kommentare:

  1. sehr treffend :) schöne zeichnung!

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  2. Das würde mich brennend interessieren, in welchem Münchner Wohnheim du gewohnt hast? Ich kenn ein paar, gewohnt hab ich in der Hiltenspergerstr. und der Herzogspital-Str., das erste pfui, das zweite HUIIIII <3

    Ansonsten volle Übereinstimmung was die BBC Serie betrifft! Der Film konnte mich nicht sehr begeistern, ich will den Robert ja nicht nur sehen, sondern mir muss der Film auch Spaß machen. Und das tat der Film nicht wirklich. Für mich unterschied er sich mindestens kaum (und teilweise auch gar nicht) von "irgendwelchen" geldigen Hollywood-Schinken.

    Dann lieber den modernen Sherlock mit allen Makeln und Finessen :3

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    1. Was nein damnit! Hiltensperger = top, Herzogspital = flop.

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    2. Ich war im Salesianum in der Nähe von der Rosenheimerstrasse. Da gab's sogar ein Schwimmbad. :D Aber dafür wars recht streng; Kerle durften nicht in die Gemeinschaftsräume (geschweige denn Zimmer) und man musste immer zusammen essen uuuund ich musste mri das Zimmer teilen. :\

      ach, die Sherlock Holmeses mit Robert Downey Jr. fand ich schon ganz witzig, aber eben nicht Sherlocky genug. :3 BBC Sherlock ist einfach unübertroffen genial!

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